
Mona Herbst
Zu Beginn muss ich sagen, dass mich das Cover des Thrillers sehr gut gefällt. Es hat sofort meine Aufmerksamkeit gecatcht und mich neugierig auf den Inhalt gemacht! Genauso, wie es sein sollte! Der Inhalt hat mich auch nicht enttäuscht. Mir sind viele positive Dinge aufgefallen, die zu einem tollen Lesevergnügen beigetragen haben. Am meisten hat mir der Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Kapiteln gefallen. So ist einem als Leser nie langweilig geworden und man konnte viele verschiedene Einblicke in die Köpfe unterschiedlicher Figuren „erleben“. Generell ist mir aufgefallen, dass es dem Autoren Andreas Winkelmann stets gelungen ist, die Spannung aufrechtzuerhalten. Spannungsdürren gab es meiner Meinung nach nicht. Die Gestaltung der Figuren war mir an einigen Stellen zu stereotypisch. Der Autor hat meiner Meinung nach zu viel mit Klischees gespielt und die Figuren erscheinen für mich manchmal sehr eindimensional. Wenn man jedoch seine eigene Vorstellungskraft spielen lässt, können sie „zum Leben erwachen“. Alles in allem hat mir „Das Haus der Mädchen“ sehr gut gefallen, war aber nicht überragend. Ich bin froh, den Thriller gelesen zu haben und hatte einige Stunden Lesespaß!

Annika Schukies
Endlich konnte ich mich mal wieder gruseln Es ist schon eine Weile her, dass ich mich bei einem Thriller so richtig gegruselt und auch unwohl in meiner Umgebung gefühlt habe. Mit seinem neuesten Thriller „Das Haus der Mädchen“ hat dies Andreas Winkelmann aber tatsächlich geschafft. Dank mehrerer Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Kapiteln gelingt es dem Autor, den Leser lange im Ungewissen und unter Spannung zu lassen. Neben dem Ermittler, der erfreulicherweise schnell ein Gespür dafür hat, dass mehr hinter dem Mord an einem Mann in seinem Auto steckt (nichts ist ärgerlicher als ein Ermittler, der ahnungslos durch die Gegend stapft), erlebt der Leser, wie die junge Leni als Praktikantin für ein paar Wochen nach Hamburg zieht und sich alleine in der Großstadt zurecht finden muss. Außerdem ist da noch ein Obdachloser, der sich in der Nähe des ersten Tatorts herumtreibt und natürlich gibt es auch Szenen mit den entführten Mädchen und dem Täter. Gerade diese Szenen haben es verständlicherweise in sich. Geschickt werden falsche Spuren gelegt, mehrmals musste ich meine Theorien verwerfen und neue aufbauen, nicht nur in Bezug auf den Täter. Zwar lag ich am Ende nicht vollkommen falsch, aber ich musste auch erst einmal häufiger neue Überlegungen anstellen. Zum Ende hin konnte die atmosphärische Stimmung, die bei mir zum Unwohlsein führte, leider nicht mehr komplett gehalten werden, da zwischenzeitlich schon zu viele Geheimnisse gelüftet wurden. Dennoch hebt sich dieser Thriller von der Masse ab. Sympathische Hauptfiguren, die nicht perfekt, aber auch nicht mit Problemen und Komplexen überladen sind, sorgen zusätzlich dafür, dass der Thriller eine paar schöne Lesestunden liefert. Fazit: Der Autor hat es geschafft, mit meinen Urängsten zu spielen und hat damit dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte.