Bandenführer, Zuhälter, Tänzer, Prostituierte, Polizeispitzel und mittendrin Ferdinand, das Alter Ego des Autors, dessen Geschichte nun - 1916, noch mitten im Krieg, aber nicht mehr auf dem Schlachtfeld - weitererzählt wird: Dieser Roman liefert «Seiten von überwältigender Schönheit» L'Obs.
«Kaum eine Entdeckung hat die französische Geisteswelt so erregt wie die der seit 1944 verschollenen Werke Krieg und London.» Die Welt
Louis-Ferdinand Céline (eigentlich Louis-Ferdinand Destouches), geboren 1894 in Courbevoie, meldete sich freiwillig zum Ersten Weltkrieg und wurde verwundet, studierte Medizin, war Armenarzt in einer Pariser Vorstadt, bevor er als Romancier und Essayist bekannt wurde, u. a. mit Reise ans Ende der Nacht und Tod auf Raten. Umstritten wegen antisemitischer Pamphlete, floh er gegen Ende des Zweiten Weltkrieges nach Dänemark und wurde in Abwesenheit wegen Kollaboration verurteilt, später begnadigt. Céline starb 1961 in Meudon.
Till Bardoux, *1973, arbeitet seit 2003 als freier Übersetzer aus dem Französischen und Englischen. Er übersetzte sowohl philosophische als auch literarische Werke (u. a. Paul Ricœur und Réjean Ducharme) und lehrte als Gastdozent Literaturübersetzung in Berlin und Leipzig. Für die Übersetzung von London erhielt er das Recherchestipendium des Berliner Senats und das Exzellenz-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds.