Russland im frühen 20. Jahrhundert: Arbeiter und einfache Bauern quälen sich durch den armseligen Alltag. Fabrikbesitzer und reiche Bauern halten die Arbeiter und Bediensteten mit einem Hungerlohn gerade so am Leben. Doch es keimt Hoffnung auf. Einige junge Leute kämpfen mutig gegen die katastrophalen Verhältnisse. Unter ihnen auch der Sohn der Arbeiterwitwe Pelagea Nilowna. Diese Mutter, ihr Leben lang nur abgeplagt und in ihr Schicksal ergeben, schöpft durch ihren Sohn Pawel Hoffnung auf ein besseres Leben und verschreibt sich mit ihm und den anderen jungen Leuten den Zielen des Aufstandes. Doch der Preis ist hoch für sie und ihren Sohn.
Maxim Gorki (1868–1936) war ein russischer Schriftsteller und politischer Aktivist. Er wuchs in ärmsten Verhältnissen auf, dennoch gelang ihm der Aufstieg zum populären Schriftsteller. Als politischer Agitator gegen das Zarenregime ging er ins Exil und lebte u. a. in Deutschland. Nach der russischen Revolution stand ihm sein Heimatland wieder offen, doch nun machten ihm politische Meinungsverschiedenheiten mit Lenin zu schaffen. Dennoch schätzten sich beide. Lenin bezeichnete ›Die Mutter‹ als Paradebeispiel des sozialistischen Romans.